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SF Software-Beratung

 Der erste Computer im Haus


Endlich - beide Söhne waren noch Schüler - kam unser erster Computer: Ein Commodore PET 2001. Technische Daten: 8-Bit Mikroprozessor 6502, 8 KBytes Arbeitsspeicher, 1 MHz Taktfrequenz, ein Bildschirm mit 25 Zeilen à 40 Zeichen ("Grafik" gab es nur über einen Blockgrafik-Zeichensatz), Microsoft BASIC (wie man hört, noch von einem jungen Herrn Bill Gates persönlich entwickelt) in einem ganze 8 KByte großen ROM, weitere 4 KB ROM mit den Routinen zur Ansteuerung des Bildschirms, der eher auf Bastlerniveau liegenden Tastatur und des eingebauten Kassettenrecorders zum Speichern der selbst erstellten Programme. (Wer möchte, kann z. B. auf
http://www.i-m.de/home/compmuseum/commodore/pet.htm
mehr zu dieser Maschine erfahren.)

Dann wurde natürlich in jeder freien Minute programmieren gelernt und programmiert. Nach etwa einem Jahr waren wir fit genug für die gestellte Aufgabe - es sollten ja immer noch Rechnungen für den väterlichen Betrieb erstellt werden. Also begaben wir uns auf die Suche nach Peripheriegeräten: Ein Drucker musste her, und vielleicht - der bare Luxus! - ein Diskettenlaufwerk.

Neben vielen Drittherstellern, die Peripheriegeräte für den PET 2001 anboten, kam Commodore selbst schon mit dem Nachfolgemodell heraus. Und so kamen wir zum CBM 3032, der jetzt schon über eine ordentliche Tastatur (natürlich immer noch ohne Umlaute) anstelle des Kassettenrecorders verfügte. Dazu passend gab es das 3040 Doppeldiskettenlaufwerk, mit dem man 140 KByte pro 5,25-Zoll-Diskette speichern konnte (heute würde man wohl von 13,3-cm-Disketten sprechen), und einen wohl von Epson stammenden und unter Commodore-Label vertriebenen 7-Nadel-Drucker, der eine ziemlich lustige Mechanik hatte und beim Drucken kreischte, als wollte er mit einem Sägewerk konkurrieren. Schlugen die sieben Nadeln doch nicht etwa auf eine Gummiwalze, sondern auf nacktes Metall!

Aber immerhin gelang es uns, der Maschine tatsächlich beizubringen, Rechnungen korrekt auszudrucken.

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