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SF Software-Beratung

 Der Wandel zum EDV-Haus und warum Gardinen nicht nur am Fenster hängen


Noch ehe wir es richtig begriffen hatten, haben wir mehr mit Commodore-Computern und Softwareentwicklung umgesetzt, als mit Kopierern und Zubehör. Zu dieser Zeit kamen nämlich die Trockenkopierer auf den Markt. Die brauchten kein Spezialpapier mehr und kamen mit einem leicht auffüllbaren Tonerpulver aus. Nur Geld verdienen konnte man damit nicht mehr viel.

Daher war es ein Glück, dass die "Computerei" die Tätigkeiten im Kopiererbereich gerade rechtzeitig ablösen konnte. Aus copyteam war ein (fast) reines EDV-Haus geworden. Nur: Zu dieser Zeit kannten uns schon so viele Kunden unter dem Namen copyteam, dass wir uns - bis heute! - nicht umbenennen wollten. Daher kommt es, dass uns immer mal wieder Anfragen erreichen wie "Was kostet bei Ihnen eine Farbkopie und das Binden einer Diplomarbeit?" Dann kommt immer unsere Erklärung: Sorry, der Name copyteam ist historisch begründet, wir sind gar kein Copy Shop.

Unsere Commodore-Computer hatten inzwischen 80 Zeichen auf jeder der 25 Bildschirmzeilen und 32 anstatt 8 KByte Arbeitsspeicher (der Rest war gleich geblieben). Das Doppel-Floppylaufwerk konnte 1 MB auf eine Diskette speichern (und sogar recht zuverlässig!), und wir waren Centronics Vertragshändler (Centronics war damals einer der ganz großen Druckerhersteller; Ursprünglich hieß der heutige Druckeranschluss industrieweit nach seinem Erfinder "Centronics-Schnittstelle").

Wir schrieben ungezählte Varianten von Fakturier-, Auftragsbearbeitungs- und Lagerverwaltungssoftware, Adressverwaltungen und dergleichen. Sogar eine Textverarbeitung gab es, deren einzige Formatierungsmöglichkeiten die Großschreibung und das Benutzen von Leertaste und Zeilenschaltung war, und die die 32 KB Arbeitsspeicher derart ausnutzte, dass es keinen Befehl zum Beenden gab: man musste den Computer aus- und wieder einschalten, um mit einem anderen Programm zu arbeiten. Mit einer zweiten Version konnte man sogar Serienbriefe schreiben.

Man hängte "Bildschirmfilter", ein feines Gitter, einem Stück schwarzer Gardine nicht unähnlich, vor die Bildröhren, um das auf Dauer furchtbare Flimmern erträglicher zu machen.

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