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SF Software-Beratung

 Die nächste Softwaregeneration


Nachdem wir mit Pascal allgemeine und mit TAS Plus Datenbanklösungen erstellt hatten, wurden die Grenzen von beiden Systemen deutlich: Nur mit TurboPascal konnte man lediglich relativ kleine Programme schreiben, nur mit TAS Plus fehlten uns Stabilität, noch mehr Performance und die Entwicklung auf noch höheren Abstraktionsebenen. Nun hatte Niklaus Wirth, der Schöpfer von Pascal, mit der neuen Programmiersprache Modula-2 einen praxisgerechten Nachfolger eben für den Entwurf großer Softwaresysteme entwickelt, und Logitech bot einen funktionierenden und mit vielen Werkzeugen ausgestatteten Compiler für diese Programmiersprache an. Als dann noch Novell kam und mit XQL eine netzwerkfähige relationale SQL-Datenbank anbot, die wir von Modula-2 aus ansteuern konnten, stand unsere Entscheidung fest: Das ist die paradiesische Software-Entwicklungsumgebung für die nächsten Jahre.

Also fingen wir wieder fast von vorne an und entwickelten Basistechnologie wie die geräteunabhängige Ansteuerung beliebig großer Bildschirme und Mausunterstützung neu. Anschließend erstellten wir eine Softwarebibliothek mit Fenstertechnik, eigenen Programmiersprachen nebst Compilern (eine für ein Menüsystem, eine weitere für die Definition von Bildschirmmasken mit Anbindung an das Datenbanksystem und einfachst zu definierenden Gültigkeitsprüfungen), Hintergrundverarbeitung beliebig vieler Tasks, Ansteuerung von Druckern mit leicht erstellbaren Druckertreibern für alles von der Erzeugung von kommagetrennten ASCII-Dateien über die Ansteuerung von Fernschreibern, Nadel- und Laserdruckern mitsamt ihren proportionalen und skalierbaren Schriften bis zur Nutzung von Fotosatzanlagen und anderen PostScript-Druckern, und schließlich einem Reportgenerator, der die Ergebnisse beliebiger SQL-Abfragen an die Datenbank in nahezu unendlicher Vielfalt ausgeben konnte. All das in einer einzigen Programmiersprache und ohne eine einzige Zeile Maschinencode entwickelt, und, wohlgemerkt, alles noch mit 80286-Prozessoren und 640 KBytes Arbeitsspeicher unter DOS zu benutzen.

Damit erstellten wir Anwendungen wie das Personal-Auskunfts-System (PAS) der Evangelischen Landeskirche in Baden: Eine recht üppige Datenbank mit automatischer Abspeicherung von Historie-Datensätzen, die auf einem NetWare-Server lief und aus der die gesamte Personalabteilung Nutzen schöpfen konnte.

Bei PCs mit 80486-Prozessor und Taktfrequenzen jenseits der 20 MHz glaubte man fast schon, zu fliegen.

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